STARK DANEBEN

starkdanebenSTARK III – was für viele wie die Fortsetzung eines Science-Fiction-Epos klingt, wird gegenwärtig in Sachsen-Anhalt zur bitteren Realität. Zugegeben, die Verantwortlichen des Schulsanierungsprogramms in Sachsen-Anhalt haben sich viel Mühe gegeben, alles in schöne Worte und Versprechen zu verpacken, im Rechnen allerdings haben sie allesamt versagt. Die Abwägung der möglichen Folgen haben sie bequemerweise gleich ganz unter den Tisch gekehrt. Das Stark III Programm fordert mit der Sanierung der Schulen die Schaffung von Schulzentren ein. Kleine, wohnortnahe Schulen wird es dann auch im Grundschulbereich nicht mehr geben!


starkreduziertSTARK III lässt sich nur mit der Schaffung großer Bildungszentren umsetzen. Große Schulen, wenig Individualität- zu befürchten sind Klassenstärken von bis zu 30 Schülern. Hinzu kommen weite Wege für die Kleinsten. Fahrt- und Wartezeiten von täglich bis zu 3 Stunden werden keine Seltenheit sein.  Zeit, die deinem Kind fehlen wird, zum Lernen, zum Spielen, zum Spaß haben!


starkbelastetDie Schülerbeförderung wird zu einem Problem für die Gemeinden. Zusätzliche Beträge vom Land wird es dafür nicht geben. Mehrausgaben für diesen Kostenpunkt belasten die Mittel im ländlichen Raum so STARK, dass in anderen Bereichen gespart werden muss: Geld für den öffentlichen Nahverkehr, Geld für Vereinsarbeiten, Geld für Straßenbau.


starkbetroffenBetroffen vom STARK III-Irrsinn sind vor allem Gebiete im ländlichen Raum. Während man in Städten und Ballungsgebieten viele Nachteile durch eine noch vorhandene Infrastruktur ausgleichen kann, stellt sich in den ländlichen Gemeinden die Frage nach der Attraktivität des Wohnumfeldes. Dörfer werden aussterben und mit ihnen die Kultur unseres Bundeslandes.


starkvernachlässigtSTARK III reduziert nicht nur das Kinderlachen innerhalb der dörflichen Gemeinschaft. Keine Kinder im Ort heißt auch, dass bisherige Vereinsarbeit nicht mehr geleistet werden kann. Das dörfliche Leben reduziert sich auf ein Minimum. Sportplätze verwaisen, Ortsfeuerwehren fehlt es an Nachwuchs und Heimatverbände haben niemanden mehr, an dem sie alte Traditionen weitergeben können.


starkverunsichertSTARK III verunsichert nicht nur Eltern, Lehrer und Schüler. Auch Unternehmen lassen erste Bedenken erkennen. Schon heute haben es Handwerker und ortsansässige Firmen schwer, genügend Mitarbeiter zu finden. Ohne Fachkräfte und Infrastruktur werden größere Unternehmen abwandern und Handwerksbetriebe einfach aus den Dörfern verschwinden.


starkvereinsamtZurück bleiben Menschen, die zu alt sind, um irgendwo neu anzufangen. Zurück bleiben Dörfer, in denen es keine Gemeinschaft mehr gibt. Zurück bleiben Großeltern, die vereinsamen, weil das Leben im ländlichen Raum für Familien unattraktiv wird. Zurück bleiben STARK verfallene Höfe und Gebäude, die irgendwann von der Landkarte verschwinden.

Ohne den ländlichen Raum kann auch ein Ballungszentrum irgendwann nicht mehr existieren. Wo kauft der städtische Bewohner gesunde Nahrungsmittel, wo soll und kann er sich erholen? Wie wollen wir unseren Kindern zeigen, was Natur ist und wie das Schnitzel auf den Tisch kommt? Haben wir nicht Geschichte und Geschichten in Sachsen-Anhalt, die es wert sind, sie zu bewahren? Deshalb sagen wir, dass STARK III so nicht umgesetzt werden darf und kann!

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