Skandal für CDU in Sachsen-Anhalt

In Sachsen ist Pegida pink- in Sachsen-Anhalt schwarz?

Mischen CDU und FDP kräftig mit in der Pegidabewegung? Während in Leipzig das angebliche FDP Mitglied Hoyer die fremdenfeindlichen Massen in Schwung hält, stammt Sachsen Anhalts Pegida Aufrührer Wolfgang Rehfeld nachweislich aus den Reihen der Regierungspartei CDU.

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  Wer im Glashaus sitzt….

…sollte nicht mit Steinen werfen, muss nun wohl die FDP bitter feststellen. Während man landein und landaus, die braune Pegidasuppe medienträchtig hochleben lässt, und die freiheitlichen, demokratischen Parteien die „braune Brühe“ als Nazispinner verteufeln, scheinen noch ganz andere Spezialisten auf den Geschmack gekommen zu sein. Was in Dresden klappt, sollte doch wohl auch in Leipzig machbar sein. Und so startet pünktlich zum Farb-und Imagewechsel der liberalen FDP der selbsternannte Leipziger Führer Jörg Hoyers, der in einem Interview mit MDR INFO  angibt FDP Mitglied zu sein, seine ganz private politische Karriere als Begründer des Leipziger Pediga. Im Interview bekennt sich Hoyer zu den gegenwärtigen Forderungen des Pegida Ablegers in Leipzig. Das Interview mit dem Legida Drahtzieher Hoyer am 08. Januar bringt MDR  zu dem Schluss:

dass er in einer Parallelwelt lebt, in der der Islam unseren Alltag bestimmt, in der grundsätzlich alle Flüchtlinge unser Sozialsystem ausnutzen, in der deutsche Kinder in Schulen unter islamischen Kindern zu leiden haben, in der alle Politiker lügen – und in der man nicht durchs Dresdner Zentrum laufen kann, ohne von einem Moslem bestohlen zu werden.“

Wenn Träumer Hoyer auch mit seinem privat-idealistischen Weltbild von den Medien verbal belächelt wird, ändert es nichts an der Tatsache, dass Hoyert ausgerechnet den Reihen der Partei entstammt, die sich im Januar mit einem Imagewechsel und klaren Aussagen für ein weltoffenes Deutschland aussprachen, der FDP.

Inzwischen distanziert sich der FDP Kreisverband Dresden öffentlich von Hoyer in einer Pressemitteilung. So berichtet die Welt am 11.Januar diesen Jahres:

„Die Dresdner FDP hat sich von Legida-Organisator und Noch-Partei-Mitglied Jörg Hoyer distanziert und will ein Ausschlussverfahren einleiten. Hoyer sei zwar seit September 2012 FDP-Mitglied, teilte der Kreisverband am Sonntag mit. Seither habe Hoyer aber keinen Mitgliedsbeitrag gezahlt. Die für einen Ausschluss erforderliche dritte Mahnung konnte per Post bisher nicht zugestellt werden, da die aktuelle Adresse unbekannt sei.“

Die FDP selbst dementiert bereits eine Woche zuvor mit der Aussage des Magdeburger FDP Politikers Heinz-Josef Sprengkamp die Parteizugehörigkeit Hoyers zur FDP, mit dem Hinweis, dass nach Auskunft des Schatzmeisters der FDP Leipzig Herr Hoyer definitiv nicht Mitglied der FDP Leipzig sei.

Allein wäre die FDP mit derlei schwarzen Schafen allerdings nicht, was neueste Entdeckungen unsererseits in Sachsen-Anhalt durchaus beweisen. Hier nämlich tanzt kein Geringerer als Wolfgang Rehfeld, Mitglied im Vorstand des CDU Stadtverbandes Haldensleben und ehemaliger CDU Stadtrat.

Wolfgang Rehfeld – Schwarzes Schaf der CDU oder Mann fürs Grobe?

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Auszug aus Rehfelds Facebookprofil

Während seiner Amtszeit als Stadtrat verstand es Rehfeld bereits immer wieder Projekte, wie den Bau mittelalterlichen Burgen ins Rampenlicht zu stellen, um damit sein privates Hobby, die Unterstützung und Förderung des Tempelritterordens zu forcieren.

Bereits im Dezember 2014 beantragte Rehfeld eine Pegida Demonstration, die in der Landeshauptstadt Magdeburg stattfinden sollte. Eigenen Aussagen zufolge zog er diesen Antrag jedoch wieder zurück, nachdem er vom „Staatsschutz“ aufgefordert worden sein, sich sein Vorhaben noch einmal zu überlegen. Seitdem versucht der Mann, der der gleichen Partei angehört, wie Ministerpräsident Rainer Haseloff und Innenminister Stahlknecht, mit glühendem Herzen öffentlich in den sozialen Medien, die Magdeburger Pegidabewegung „Magida“ zum offenen Straßenkampf zu bewegen. Aus den öffentlichen Worten Rehfelds klingen nicht nur Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit, sondern auch Häme für die eigene CDU geführte Landesregierung.

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CDU Mann Rehfeld aus Haldensleben fordert Magida zu Kundgebungen auf

Abzuwarten bleibt, wie sich nun die CDU und auch deren mögliche Koalitionspartner im Hinblick auf die Landtagswahlen 2016 verhalten werden, denn bisher scheint die CDU Spitze in Sachsen-Anhalt  sich noch nicht von ihren selbsternannten „Volksführer“ zu distanzieren.

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