Kriminelle Ausländer?

kriegIn den letzten Wochen habe ich die Gelegenheit wahrgenommen, mich mit Menschen zu unterhalten, die Erfahrungen aus dem täglichen Leben zu diesem Thema haben. Was ich für mich zusammentragen konnte kann nur als Fallbeispiel dienen. Je weniger verallgemeinert wird, umso besser lassen sich aber Lösungsansätze finden.

Wir müssen uns ganz eindeutig die Frage stellen: „Was wollen wir?“ Als Allgemeinplatz könnte man jetzt antworten, wir wollen eine offene Gesellschaft und alle, die was gegen Ausländer sagen sind böse. Das hören wir täglich in den Nachrichten und es ist so einfach wie falsch. Die, die in aller Regel was gegen Ausländer haben sind nicht böse. Sie sind aus meiner Sicht unüberlegt, weil sie verallgemeinern, was nicht universell gültig ist. Dennoch finden auch sie unabweisbare Beispiele, die zu ihrer undetaillierten Meinung führen. Daher möchte ich an dieser Stelle meine Fallbeispiele und Lösungsansätze darstellen.

1. Die „Zigeuner als Berufsbettler“: Empirisch belegbar ist, dass auf den Einkaufsstraßen größerer Städte Frauen mit ihren Kindern herumstehen und betteln. Teilweise teilnahmslos, manchmal aggressiv. Die Tatsache, dass es sich dabei um Sinti oder Roma handelt, setzen wir schon wieder voraus, ohne die Leute gefragt zu haben was oder wer sie sind. Die Folge, daß sie sich auf diesem Weg (auch durch Taschendiebstahl oder Ähnliches) ihren Lebensunterhalt verdienen, verleitet die Öffentlichkeit dazu, das Problem einfach zu verlagern. „Sollen sie doch dahin gehen, wo sie hergekommen sind“. Nun läßt sich aber auch beobachten, daß diese Bettlerinnen organisiert werden (nicht sind!). Es läuft wie in der „Drei Groschen Oper“. Dann und wann kommt jemand vorbei und kassiert ab. Wie der Zuhälter im Rotlichmillieu. Ebenso ist beobachtbar, daß diese Zuhälter nicht schlecht von den Einahmen der Frauen oder ihrer vielleicht von Wohnungseinbrüchen lebenden männlichen Verwandten leben.

Die Frauen und deren Familien sind Wirtschaftsflüchtlinge. So weit so richtig. Sie sind aber ebenfalls Opfer organisierter Kriminalität. Was wollen wir also? Wollen wir dem Opfer helfen oder den „Schmarozer“ loswerden? Letzteres ist unsinnig. Wir haben genug. Wir haben einen „Anlagenotstand“! Die ganz Reichen wissen einfach nicht wohin mit ihrem Geld und beklagen fehlende Investitionsmöglichkeiten. Was man mit diesem Umstand anfängt überlasse ich jedem selbst… Man kann aber die Opfer der Kriminalität schützen. Nicht alle werden pauschal abgeschoben sondern ganz gezielt die Zuhälter aus dem Verkehr gezogen. Da sie tatsächlich kriminell sind, kann ihr Vermögen schlicht eingezogen und der „Erlös“ sinnvoll für die Opfer eingesetzt werden. So sehen es die bestehenden Gesetze vor! Es ist an der Polizei die Zuhälter zu ermitteln und an der Staatsanwaltschaft sie rigeros der Gerichtsbarkeit zu unterwerfen! Ohne den Druck durch die Mafiösen Strukturen kann man sich dann mit deren Opfern befassen. Und ganz ohne unzulässige Verallgemeinerung!

2. „Asylantenheime“ und andere, kleiner Unterkünfte: Hier herrscht zuweilen Chaos und Gewalt. Die Einrichtung wird verhökert wenn sie in gutem Zustand ist. Oder demoliert, wenn die Bewohner es für nötig befinden. Eigentlich kann man diesem Phänomen nur durch eine Herangehensweise begegnen: konsequente Betreuung. d.h. Beobachtung der Befindlichkeiten der Bewohner und Abhilfe, wenn sich Probleme anbahnen. Oder eben den Bewohnern klar machen, daß der Flachbildfernseher zur Einrichtung gehört und dazu da ist, daß sie Nachrichten o.ä. sehen können und eben nicht im second hand in viel zu wenig Bares umgesetzt wird. Wenn die Bewohner gegeneinander Gewalt anwenden, hat das was mit ihrer nicht ganz selten gewalttätigen Erfahrungen zu tun. Wer Gewalt erlebt verroht. Dagegen kann man aber auch was machen. Beispielsweise bei Kindersoldaten in Uganda kriegen es die NGO auch hin. Auch hier steht der Umsetzung wieder das Geld im Weg. Woher das – notwendigerweise mehrsprachige – Personal nehmen, wenn man nicht bereit ist, es zu bezahlen?

Zumindest gemessen an diesen beiden Beispielen kann man aussagen, daß die Bevölkerung so lange Migranten gegenüber negativ eingestellt ist, solange unsere Verantwortlichen schweigen oder verallgemeinern. Selbst von den so genannten „Zentralverbänden“ hört man erschreckend wenig oder nur viel Plakatives zum Rassismus. Selbst wenn die im Hintergrund etwas unternehmen, was Hand und Fuß hat, dringt es nicht in die Öffentlichkeit. Die Mehrheit hat einfach nur Angst, das selbst erleben zu müssen. Frei nach „Alle Ausländer sind böse. Außer der Ali. Von dem kaufe ich immer meine Döner. Der ist anständig.“ Diejenigen, die aus Überzeugung fremdenfeindlich sind, sind nach wie vor in der Minderheit. Sorgen wir endlich mit Taten dafür, daß es auch so bleibt. Plakative Reden in der einen oder anderen Richtung kann jeder, und sei er nur Politiker!

 

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