GEGENDIDA

Wer etwas auf sich hält, geht demonstrieren oder urinieren

…der Rest, ja der macht sich eben in die Hose, wenn er nicht das eigene Nest beschmutzen will. So oder so ähnlich könnte man die gegenwärtige Situation in Deutschland beschreiben. Seit dem Medienrummel um Pegida gehört es wieder zum guten Ton gegen irgendetwas zu demonstrieren. Wen wundert es da, dass es früher oder später nun auch jemanden geben wird, der glaubt die verschlafene Landeshauptstadt Magdeburg aus dem Dornröschenschlaf wecken zu müssen.

dida2

Wenn das Wetter so bleibt, dürfen die Magdeburger sich nämlich wieder auf die altbekannte Montagsdemo freuen. Ihr erinnert euch? Das war das Ding, wo wir noch ein Volk waren und uns gemeinsam um die Reisefreiheit der Bananen bemühten, oder so ähnlich.

Heute haben wir mehr Freiheit als die Menschen anscheinend vertragen, die Bananen werden schon in den Supermarktregalen schwarz und gereist wird nur noch von denen, die nicht aufstocken müssen oder gar arbeitssuchend sind. Heute sind wir zu faul, die meisten Freiheiten zu nutzen, zu geizig Bananen zu kaufen und zu arm, um zu reisen.

Der Deutsche will aber wieder HIP sein, modern, zeitgenössisch abendländisch, trotzdem weltoffen und dida1stolz. Das wissen auch Parteien, allen voran in Magdeburg die Freien Wähler, die mit Philipp Voß den jüngsten Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl 2015 in der Landeshauptstadt stellen und packen die Gelegenheit beim Schopfe. Bürgernah und demokratisch gehen sie mittlerweile in die Planung für die Wiederbelebung der Montagsdemos in Magdeburg.

Welchen Anklang das Anliegen bei den Magdeburgern findet, bleibt abzuwarten. Gelegenheit zu demonstrieren,  jenseits von Fremdenhass und Islamisierungsfurcht, gab es in Magdeburg im vergangenen Jahr bereits genug. Da nämlich gingen Gegener der landestypischen Sparpolitik im Bereich Bildung, Kultur und Wissenschaft mehrmals auf die Straße und ernteten von den meisten Stadtbewohnern Unverständnis.

Noch ist es unklar, ob man die Massen am Montag oder Freitag durch die Straßen führen will, vielleicht können die Magdeburger darüber ja auch ganz bürgernah und demokratisch abstimmen. Laut Aussage der Freien Wähler Magdeburg und dessen Vorstandsvorsitzenden Philipp Voss auf seinem Facebookprofil unter Facebook.com/KaiserVoss, beginnen die ersten Planungen der Demos bereits in dieser Woche.

Fest steht heute allerdings eins: Sollte man sich unter den Freien Wählern darüber einigen, wofür oder wogegen man demonstrieren will, bleibt dann auch den Magdeburgern nichts weiter übrig, als sich zu entscheiden, demonstrieren oder urinieren ist hier die Frage. Und wieder werden wir gezwungen, dafür oder dagegen zu sein. Aber wer ist schon gerne dumm genug, um alles mitzumachen?

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*