Wenn „politische Provinz“ zum Epizentrum wird

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Proteste vor der Landesregierung in Magdeburg

Zittert die Bundesrepublik vor Sachsen Anhalt? Zur Kenntnis genommen wurde es allemal, dass sich in Sachsen-Anhalt derzeit eine landesweite Protestbewegung formiert. Nicht nur die Studenten protestieren gegen Sparmaßnahmen und Kürzungen, sondern auch diejenigen, die bisher weniger rebellisch waren. Eltern, Großeltern, Betroffene und Sympathisanten zeigen derzeit, dass es mit dem Zusammenhalt und mit der Entschlossenheit der Einwohner in Sachsen Anhalt wohl doch nicht so schlecht bestellt ist.

Wer andern eine Grube gräbt – oder: nimm eine Leiter mit, wenn du da wieder raus willst

Sachsen Anhalt ist eine der noch wenigen verbliebenen Bastionen, in denen die beiden etablierten Parteien CDU und SPD sich fest im Sattel glaubten. Regiert von einer ewig zerstrittenen und eher machtbesessenen Ministerriege in Koalition von CDU und SPD, hätte der jetzige Ministerpräsident das Bundesland gern weiter ausbluten lassen. Laut einem Bericht der FAZ könne es gern 20 Jahre so weitergehen. Allein dieser Ausspruch zeugt von der unglaublichen Ignoranz, die die Landesregierung ihren Bürgern entgegenbringt. Ein wenig Mitschuld müssen wir uns natürlich als Wähler selbst anrechnen lassen, denn was sonst hätten wir auch von einer Landesregierung erwarten sollen, deren Minister schon vor Jahren dafür plädierten, das Bundesland aufzuteilen, anstatt es selbst zu regieren. Dies geschieht nun still und sehr subtil, denn um die Menschen in diesem Land geht es in der Landeshauptstadt schon lange nicht mehr. Diese werden systematisch vertrieben, in denen man ihnen landesweit substanzielle Grundlagen nimmt – Schulen schließen, Dörfer sterben aus. Wer die Aussagen eines Jens Bullerjahn kennt, ahnt Böses und fürchtet Schlimmeres. Denn bereits 2006 konstatiert die Presse über ihn:

… Weshalb der Sozialdemokrat Bullerjahn ganz unsentimental empfiehlt, Sachsen-Anhalt bis 2020 aufzulösen und gemeinsam mit Thüringen und Sachsen zu einer schlagkräftigeren Einheit zu fusionieren.“ und resümiert erstaunt, „ …Das hat es so tatsächlich noch nicht gegeben und wäre wohl im Saarland, in Rheinland-Pfalz oder Schleswig-Holstein undenkbar…“ (Zitat aus: zeit.de)

Die zunehmenden Proteste der Bürger in Sachsen Anhalt zeigen eindeutig, dass sich die Knechtschaft, welche sich die Wähler dereinst selbst auferlegten, durchaus ein baldiges Ende finden könnte. Spätestens mit den Landtagswahlen, die in Sachsen Anhalt 2016 stattfinden, wird sich der uneinsichtige und vernichtende politische Stil der mächtigen Herren rächen. Die Zahl derjenigen, die für „ihr Sachen Anhalt“ auf die Straße gehen oder sich positionieren wächst unaufhörlich. Es wurde Zeit, dass diese Tatsache nicht nur bundesweit von Medien und Regierungsparteien wahr genommen wird, sondern dass Sachsen Anhalts Landtag selbst beginnt der Realität ins Auge zu blicken. denn immerhin sollte der in der FAZ erschienene Artikel genug Anstoß für die Riege in Sachsen Anhalt sein.

Da weißte Bescheid!

Bescheid weiß auch die Landesregierung, denn nicht zuletzt aus diesem Grunde sehen sich CDU und SPD nach möglichen Koalitionspartnern für fröhliche neue 5 Regierungsjahre um. Dabei stellt sich die Frage, ob die Drohung der SPD dafür möglicherweise die Linke zu gewinnen ein gekonnter Schachzug ist? Zu hoffen bleibt jedenfalls, dass die Linke darüber erst gar nicht nachdenken wird, denn bis zur nächsten Wahl wird auch der letzte Wähler verstanden haben, dass es doch SPD Minister, wie Bullerjahn und Dorgeloh sind, die den Ausverkauf und die Zerstörung des ländlichen Raums in Sachsen Anhalt mit wehenden Fahnen vollstrecken. Denn immerhin gilt es für sie, die Weissagungen des Herrn Bullerjahn aus dem Jahr 2006 zu bestätigen.

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