Bananen? Nein. Republik? Ja.

bananenZwei brisante Personalien und wie sie geregelt wurden. Sie werfen die Frage auf, inwiefern die öffentliche Verwaltung eigentlich ein Selbstbedienungsladen für Politiker und deren Freunde ist.

Besetzung der Leiterstelle im Landesschulamt

Worum geht es bei der Personalie? 2012 hat Dorgerloh ein Landesschulamt mit Hauptsitz in Halle installiert, das sich auch um die hoch sensible Unterrichtsversorgung kümmert. Dorgerloh setzte als Direktor seinen Referatsleiter Torsten Klieme ein; er hält auf ihn große Stücke. So brachte Klieme das SPD-Lieblingsprojekt der Gemeinschaftsschule voran….

…..Auf die Annonce gingen mehrere Bewerbungen ein. Auch Amtsinhaber Klieme musste sich bewerben, um Direktor zu bleiben. Dann plötzlich stoppte Dorgerloh die Auswahl und setzte im Frühjahr eine zweite Ausschreibung an.

Dem Vernehmen nach lief Klieme Gefahr, in der ersten Runde gegen die Mitbewerber zu straucheln. In der CDU keimte der Verdacht, dass Dorgerloh eine neue Ausschreibung mit anderen Kriterien initiiert hat, damit sein Favorit gewinnt…..   und wie es weiter ging in der Volksstimme vom 22.08.2014: http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1329101_CDU-vermutet-Tricksereien-bei-Postenvergabe.html

Geschäftsführer-Posten der Landesenergieagentur (LENA)

In einem Prüfbericht kritisieren die obersten Kassenkontrolleure, dass mit dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Marko Mühlstein (40) ein Geschäftsführer berufen wurde, der kein Hochschulstudium aufweisen kann. Bei einem Monatsgrundgehalt entsprechend B 2 (rund 6500 Euro brutto) ist ein Hochschulabschluss nach Auffassung der Prüfer aber notwendig. Der Rechnungshof verweist darauf, dass die vier anderen zum Bewerbungsgespräch eingeladenen Kandidaten alle zumindest ein Fachhochschul-Studium absolviert hatten…..

….Der Rechnungshof rügte zudem, dass die Personalauswahl für die Position des Geschäftsführers nicht ordnungsgemäß dokumentiert worden sei. Mühlstein, der „staatlich geprüfter Umweltschutztechniker“ ist, galt von Anfang an als Wunschkandidat von Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) für den Chefsessel der „Lena“. Schon im April 2011, nach den Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD und somit lange vor der Ausschreibung, war der SPD-Politiker mit diesem Job in Verbindung gebracht worden. Im Landtag wird seitdem gemutmaßt, dass in der landeseigenen Gesellschaft Versorgungsposten geschaffen werden….  Der ganze Beitrag ebenfalls in der Volksstimme: http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1364555_Spitzengehalt-fuer-Parteifreund.html

Bananen?

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